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[ Buchtipp von Karin Harrasser ] Es ist eine Binsenweisheit, dass sich Wissen immer erst an seinen Grenzen zeigt. Aber diese Binsenweisheit gilt es in Zeiten von Schwanitz, neuer Bürgerlichkeit und Co. zu unterstreichen. Kathrin Passig und Aleks Scholz haben in ihrem Buch wunderliche Fälle des ...
[ Buchtipp von Angelika Reitzer ] Ein neuer, wilder Roman des Dichters Ferdinand Schmatz: "Durchleuchtung". Klar, denkt man als in Österreich Aufgewachsene gleich ans „Durchleuchten-Gehen“, wie es die Älteren (die Eltern) im familiären Umkreis formulierten, wenn sie zum Röntgen mussten, wenn ...
[ Buchtipp von arkla rybnikar ] Das Buchdebüt von Jaroslav Rudiš „Der Himmel unter Berlin“, das erstmals 2002 erschien, ist ein unverbrauchtes Stück Literatur, das sofort sehr erfolgreich wurde. Das Werk erhielt den Orten-Preis, erlangte groβe Bekanntheit und wurde zum Kultbuch. Es handelt ...
[ Buchtipp von Lynn Kohli ] Les histoires du Petit Nicolas continuent dans Pilote dès le numéro 1 en 1959. Reprenant les récits déjà publiés, les Editions Denoël font paraître cinq livres à partir de 1960. « Le premier recueil n'a absolument pas marché. Denoël ne voulait pas faire le ...
[ Buchtipp von Roland Innerhofer ] „Entweder bist du Teil des Problems, oder du bist Teil der Lösung.“ Diese Alternative, die in linken, mit dem Terrorismus sympathisierenden Kreisen der frühen siebziger Jahre kursierte, ist bezeichnend für eine dualistische Sicht, welche die Welt strikt in ...
[ Buchtipp von Walter Grond ] Der Roman von Ferdinand Schmatz wühlt die wunde Frage auf, was die Kunst kann. Er stellt dar, wie ein Subjekt von Zeichen umringt, gehetzt. überwunden wird, und sich im künstlerischen Akt eine tiefere Ahnung von Wirklichkeit bildet. Sein "Franz" wird von ...
[ Buchtipp von Beat Mazenauer ] In diesem Buch erzählt Peter Nadas höchst eindringlich, wie er nach einem Herzinfarkt, der ihn unvermittelt auf der Strasse ereilte, wieder ins Leben zurück findet. Parallel dazu bildet das Buch eine Reihe von Fotografien ab, die stets denselben Baum in Nadas' ...
[ Buchtipp von Klaus Zeyringer ] Die kulturhistorische Vernachlässigung des Komischen spricht Bände über Kulturvorstellungen und Kanonmechanismen seit der Aufklärung. Eine menschliche Grundäußerung, das Lachen, wird seit dem 18. Jhdt. geringgeschätzt und der niederen Sphäre zugeschlagen. Dabei ...
[ Buchtipp von Leopold Federmair ] Jean-François Lyotard hat den Begriff der Postmoderne zwar nicht erfunden, ihn aber neu geschaffen, indem er ihn einerseits auf viele Gebiete geistiger Tätigkeit anwandte und ihm andererseits einen starken geschichtsphilosophischen Gehalt verlieh. Das heißt nicht, ...
[ Buchtipp von Magda Woitzuck ] Eine Stadt erblindet. Und mit dem Erblinden fängt der Leser an zu sehen: eine grausame Welt, einen entsetzlichen, zermürbenden Kampf ums Überleben, eine Apokalypse. Der Leser begleitet eine kleine Gruppe von Namenlosen, die von einer Frau geführt wird, die als ...
[ Buchtipp von Peter Troxler ] Ein Schottischer Krimi voller UK corporate & media culture -- spannend und als parteiische Einführung in "organizational citizenship training" durchaus geeignet
[ Buchtipp von Beat Mazenauer ] Flauberts Meisterwerk ist unvollendet. Genau genommen besteht es fast vollständig aus ausgeborgten Zitaten, die Flaubert als eifriger Sammler aufbewahrt hat, zum Beweis der menschlichen Idiotie. Als 2. Band von "Bouvard und Pécuchet" geplant, ist es ...
[ Buchtipp von Thomas Ganzberger ] In der eckigen Klammer sterben lassen, was man davor mit keinem Wort zu viel lebendig gemacht hat, und dann den Satz voll Trauer anfügen, ohne diesen Tod zu erwähnen. Ironie sich erlauben (rather), Poesie verfassen und dennoch wie ein Kind seine Schmusedecke ...
[ Buchtipp von Michel Mettler ] Wortwetterzaubern Das Toggenburg, Zürich, See und Hauptbahnhof, dazu ein jugendlicher Protagonist mit Gehör für Volksmund und Mythenflor, der uns nach Strich und Faden das Blaue vom Himmel runterfabuliert: Als 1993 ...
[ Buchtipp von Andreas Kohli ] "Call me Ishmael" beginnt der Roman von Melville. Dieser Ishmael heuert mit seinem neuen Freund Pequod, einem indianischen Harpunier, auf dem Schiff von Kapitän Ahab an. Der Roman beginnt in der Walfängerkneipe von Peter Coffin, und bevor sie in See ...
[ Buchtipp von Klaus Zeyringer ] Literatur ist Spiel, Literatur ist Einbildungskraft, Literatur ist Vorstellung. Ich stelle mir vor:, dann oder...?, heißt es immer wieder, leitmotivisch, in Max Frischs Roman für mich ist es sein radikalster. Um Identitäten geht es, um Rollen, die ...
[ Buchtipp von Walter Grond ] Unter den zeitgenössischen Dichtern schätze ich Paul Wühr so besonders, weil seine Poesie das Denken insistierend herausfordert. Dichten bedeutet für Wühr, Ordnung auch und gerade in der Neigung zur Unordnung zu entdecken. Er richtet Diskursbühnen ein, auf denen ...
[ Buchtipp von Michael Stavaric ] Wenedikt Jerofejew - Die Reise nach Petuschki Man nehme 200 Gramm Komödie, 200 Gramm Tragödie, 150 Gramm Paraphrasen, mische diese sorgfältig, füge einen Schuss Absurdität hinzu, garniere abschließend mit institutionalisierter Dummheit und ...
[ Buchtipp von [ Medienkunst ] ] Hyperfiction:Avantgarde einer Literatur von morgen? »hyperfiction« ist ein Lesebuch mit integrierter CD-ROM, das neben theoretischen Texten eine Zusammenstellung literarischer Hyperfictions enthält. Die Publikation sammelt im Kern die ...
[ Buchtipp von Klaus Zeyringer ] Don Quixote stellt mit seinem Aufgehen in phantastischer Welt-Interpretation eine Extremvariante menschlichen Verhaltens dar. Eine andere, die morgen nicht seltener anzutreffen sein dürfte, hat Voltaire geschaffen: Candide ist der Held einer Satire voll sprühenden ...
[ Buchtipp von סיגל אדלר ] Dieser Roman - einer meiner Lieblingsromane – könnte, da nicht viel in diesem Buch passiert, in einem Satz zusammengefasst werden (was ich aber nicht tun werde, um denen, die ihn noch nicht gelesen haben, die Freude der Überraschung nicht zu verderben). Was macht ...
[ Buchtipp von Beat Mazenauer ] Der französiche Arabist und Romancier Mathias Enard hat mit dem Roman „Zone“ 2008 sein ehrgeizigstes und erfolgreichstes Buch vorgelegt: ein Epos in einem Satz über 500 Seiten, worin die Kriege des 20. Jahrhunderts erzählt werden. Im Zentrum steht der ehemalige ...
[ Buchtipp von Sarah Langer ] Obwohl ich eine ausgesprochene Krimi-Feindin bin, wurde ich glücklicherweise gezwungen dieses einmalige Buch dieser von mir verabscheuten Gattung zu lesen. Die einmalige Erzählweise Wolf Haas macht mir die Qual aber bald zum Vergnügen. Die ...
[ Buchtipp von Tim Schomacker ] Im Grunde ist dieses Buch so outstanding - inständig! -, dass es hier alleine stehen müsste. Nur mit einem Bild vom Buchdeckel. Mit blauen und roten Buchstaben. Dieses Buch IST einfach: ALLES ODER NICHTS. Im Grunde - andererseits - könnte man (könnte ...
[ Buchtipp von Freie Bibliothek ] Humbert Humbert´s gefährlicher Road-Trip durch Amerika zählt zum Besten, was die Romanliteratur des 20. Jahrhunderts zu bieten hat. Ich liebe den Symbolismus und beißenden Spott in Lolita, der so intelligent daherkommt, daß sich sein Autor sogar ...
[ Buchtipp von Uwe Schütte ] Kein Buch, eher ein Kosmos ist dieses Gravitationszentrum eines der ungewöhnlichsten Erzählabenteuer der deutschsprachigen Literatur - der sieben Bände der „Archive des Schweigens” (1980 - 1991). Ein Jahrhundertbuch ist der „Landläufige Tod” sowieso, aber ...
[ Buchtipp von Severin Perrig ] "Warum quälen sich die Menschen so?" fragt sich in Canettis Roman "Die Blendung" ganz nebenbei ein Polizist und Krawatten-Fetischist. "Das Leben ist elegant. Täglich kommen neue Krawattenmuster heraus. Man muss sie zu tragen verstehen." Doch in der geschilderten ...