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Das Glasperlenspiel

Hesse, Hermann

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[ Buchtipp von Freie Bibliothek ] Das Glasperlenspiel halte ich für Hesses reifstes und auch bestes Buch.

Hermann Hesses Bücher spiegeln den Kampf zwischen Natur und Geist, aber es ist ein versöhnlicher, und die Anziehung zu beidem gleicht jener zu seinen Eltern. Er konnte sich nie entscheiden, wen oder was er mehr liebte, und so hat er es –obwohl ihn viel daran störte- nie geschafft, das Bürgertum hinter sich zu lassen; weder in der Literatur, noch im Leben. Die Güte der Menschen und ihre Fähigkeit zu lachen, haben ihn zeitlebens gebunden.
Hesse ist ein ehrlicher Schriftsteller und in Jugendjahren gelesen kann er zur Insel werden, wie ein erfrischender See der zwischen Party und Schule irgendwo da draussen auf der Wiese in der strahlenden Sonne auf dich wartet, vom Blätterwerk der Eichen beschattet, dich entführt in eine unschuldige Schwebe mystischer Naturverliebtheit und sofort hast du ihn vergessen: Den Zwiespalt deines Herzens.

[ Info ] Hesse, Hermann: Das Glasperlenspiel. Suhrkamp Taschenbuch, Zürich/2002 . ISBN: 3-518-36579-7.


Dieses Buch ist ...

Genre: Roman
Stichworte: ungewöhnlich
Stil: spannend
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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Kommentare Chronologie wechseln

Margit Strobl

[ 16.05.06 - 14:19 ] [ Kommentar von Margit Strobl ] Intellektuelle Höhenflüge darf man nicht erwarten, das ist wahr. Hesses Thema war die menschliche Zweiteilung, die er selbst nie überwand. Der "Dichter der Jugend" war mir immer naiv erschienen, aber ist das die Kindheit und Jugend im Rückblick nicht immer? Herrlich fände ich eine Romanfigur, die ab dem Beginn frei von metaphysischen Irrungen ist, und gleichzeitig den "Hessischen" Unschuldsblick bewahrt. Ein deratiges Buch müßte von einem Genie, oder einem Kind geschrtieben werden. Kennt jemand ein solches?


Birgit Kirsten Müllner

[ 03.03.06 - 21:15 ] [ Kommentar von Birgit Kirsten Müllner ] Was mich an Hesse so fasziniert (hat), ist dass er mir - so ähnlich wie Goethe - stets den Eindruck vermittelt hat, dass er mit seinen Büchern sich selbst so Einiges von der Seele schrieb. Hesse ist für mich immer ein zartfühlender Autor gewesen. Vieles von ihm ist wie Balsam, die Lektüre beruhigt und erfrischt zugleich.






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