Über Freie Bibliothek
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Name: Freie Bibliothek
Sprache: Deutsch
Stadt:
Land: CHE
Bücher: 268
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[ Buchtipp von Freie Bibliothek ] Ein Mann reist an den Ort seiner Kindheit zurück und hofft, auf Dinge zu treffen, die durch die Zeit hindurch zu ihm sprechen.
Anfangs scheint alles verändert; nichts ist, wie es einmal war. Doch dann entdeckt er das Eine oder Andere, das ihm vertraut erscheint: einen Jungen, der ihn neugierig über den Zaun hinweg beobachtet, den Duft frisch geschnittenen Ligusters,... und so taucht er immer tiefer ein in längst vergessen geglaubte Erinnerungen, füllt sie mit neuem Leben und schafft es, mit den Vorfällen seiner Kindheit abzuschliessen.
Er erinnert sich an Stephen, seinen besten Freund aus Kindertagen, der vor Phantasie sprühte und der unumstrittene Anführer all ihrer Abenteuer war. Szenen unbeschwerter Spielerei auf dem Rasen flattern über seinen inneren Bildschirm; bis zu jenem schicksalshaften Nachmittag, der den Wendepunkt markierte.
Ein einziger Satz, der alles veränderte. Sein Freund behauptete, seine Mutter sei eine deutsche Spionin, welche observiert, ausspioniert und überführt werden muss. Sie legen sich auf die Lauer, folgen ihr auf Schritt und Tritt und entdecken, dass die Mutter tatsächlich etwas zu verbergen hat. Als sie die Spione an ihren Versen bemerkt, verändert sich ihr Verhalten und es passieren Wandlungen, die nicht umkehrbar sind -aus dem Spiel wird Ernst. Stephen verliert seine Unschuld und wird zum Mann.
Er will herausfinden, wie es dazu kam und so steigt er hinab in die Tage der Vergangenheit und versucht, den genauen Ablauf jener Ereignisse mittels seines Gedächtnisses zu rekonstruieren und tatsächlich: mit psychologischem, fast kriminalistischem Feingespühr gelingt es ihm, ein beinah vollständiges Bild von den damaligen Vorfällen zu gewinnen.
[ Info ] Frayn, Michael: Das Spionagespiel.
Hanser Verlag,
München/2004
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ISBN: 3-446-20455-5.
Genre: Roman
Stichworte: interessant
Stil: spannend
Empfohlen für: Bettlektüre
Sprachen (Buchtipp): Deutsch
[ 26.01.06 - 16:09 ] [ Kommentar von Walter Grond ] Dem Lob kann ich mich nur anschließen - selten las ich einen Roman, der auf so subtile Weise einen Grundzug unserer Zeit beschreibt: die Paranoia!
[ 20.01.06 - 13:52 ] [ Kommentar von Beat Mazenauer ] Ein wirklich grosartiges, empfehlenswertes Buch. Es verbindet Spannung, gute Lesbarkeit und vollendeten Stil auf vorzügliche Weise miteinander.