Über Angelika Reitzer
- Leserprofil
Name: Angelika Reitzer
Sprache: Deutsch
Stadt: Wien
Land: AUT
Bücher: 34
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[ Buchtipp von Angelika Reitzer ] Als Denkmal der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur wird dieses Buch bezeichnet, dabei ist es viel lebendiger, lebender: Nach 1945 treffen in Rom einige Menschen aufeinander Opfer, Täter, Vorbereiter und Nachgeborene des Schreckens , die aber auch durch die Sippe und durch die direkten Auswirkungen ihrer Täterschaft & dem, was davon nie auszulöschen ist, miteinander verbunden sind. Sie sind mit schrecklich-deutschen (& mitunter von den Trägern gehassten) Namen ausgestattet (Friedrich Wilhelm und Siegfried Paffrath, Gottlieb und Adolf Judejahn), gegen die sie sich kaum, ebensowenig wehren können wie gegen ihre Vergangeneit und Gegenwart.
Die Distanz der Figuren (und des Textes) zu sich selbst macht diese tiefe Verstricktheit deutlich & strahlt eine Kälte aus, die einen an keiner Stelle gleichgültig lässt. Verzweifelt und auf faszinierend klare Weise erzählt der Roman auch von Versuchen des neuen Anfangs (die Erlösung der Schuldigen durch die Religion; die Erneuerung der Seele durch die Musik).
Der Tod in Rom ist ein Zeitroman und äußert zeitlos; ein Buch über Fremde (Deutsche?) & ihre Wahrnehmungen in Rom, dessen Ewigkeit & den Abschürfungen durch die Vergänglichkeit auch am Ewigen: wie zeitgenössisch das Bild der Stadt auch sein mag, so farbig und intensiv ist aber das Licht, in dem man Rom liest bei Koeppen, auch wenn die kapitolinische Wölfin längst tot und nur die Touristen geblieben sind. Dringende Leseempfehlung!
[ Info ] Koeppen, Wolfgang: Der Tod in Rom.
Suhrkamp,
Frankfurt am Main/2001 (1954)
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ISBN: 3-518-39761-3.
Genre: Roman
Stichworte: gründlich, ungewöhnlich, meisterhaft
Stil: ernsthaft, spannend
Empfohlen für: Lehrstück, Reiselektüre
Sprachen (Buchtipp): Deutsch