Über Freie Bibliothek
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Name: Freie Bibliothek
Sprache: Deutsch
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Land: CHE
Bücher: 268
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[ Buchtipp von Freie Bibliothek ] Albert Wass ist 1908 in Siebenbürgen (damals noch Ungarn) geboren. Er hat die tragische Geschichte dieses wunderschönen Landes auch selbst miterlebt. 1944 musste er als politisch Verfolgter das Land verlassen. Zuerst ist er nach Deutschland emigriert, dort hat er das empfohlene Buch geschrieben. In den USA war er eine hervorragende Persönlichkeit der ungarischen Emigrantenkultur. Er ist 1998 in Florida gestorben.
Das Thema des Romans ist die Rückgliederung Siebenbürgens an Ungarn und seine erneuerte Abtrennung. In diesem Werk weist der Autor wieder auf die Rechtsverletzungen des Friedensabkommens in Trianon bei Paris hin. Er spricht - wie in allen seiner Werke - für die grösste unterdrückte Minderheit von Europa und kämpft gegen die bolschewistische und faschistische Propaganda. Er zeigt zugleich seine Natur- und Heimatliebe. Ich empfehle das Buch denjenigen, die sich für die Geschichte von 20. Jh. interessieren, die moralischen Probleme des heutigen Europa zu verstehen versuchen und gleichzeitig einen spannenden Roman lesen wollen.
[ Info ] Albert, Wass: Gebt mir die Berge wieder!.
Kráter,
Pomáz (Ungarn) 2002
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Genre: Roman
Stichworte: beeindruckend, meisterhaft
Stil: ernsthaft, spannend
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch
[ 08.06.07 - 09:17 ] [ Kommentar von Bank Ban ] Der Kommentar bedarf einiger Ergänzungen: Wass war 1944 kein politisch Verfolgter, vielmehr Offizier der ungarischen Armee und musste daher vor den Sowjets zurückweichen. Verfolgte waren im damaligen Ungarn (1944) die Juden, die Wass aber in beinahe allen Romanen verunglimpft. Antijüdische und antisemitische Stereotype sind in beinahe allen seinen, in der Emigration entstandenen Romanen und selbst in einem Artikel von 1993 nachzuweisen. Die Juden stellt er gewöhnlich als verschlagen, raffiniert, nicht assimilierbar, materialistisch, als Träger kommunistischer und sonstiger "zersetzender" Ideen dar und öfters auch als selbstverantwortlich und selbst Schuld am Holocaust. Dabei legt er diese Ansichten nie in den Mund seiner Protagonisten (die Romane spielen oft in den 1930-er 1940er Jahren), sondern stellt sie als anzunehmende, auch in den 1950/60/70er Jahren (also zum Zeitpunkt der Entstehung siener Romane)gültige und ernstzunehmende Tatsache hin. Ausserdem verbreiten seine Werke teilweise nationalsozialistische Vorstellungen (z.B. sozialdarwinistische Ideen in Ember az országút szélén, zu Deutsch: Mensch an der Landstrasse). Von diesen ideologischen Schwachpunkten angesehen (aber kann man von ihnen absehen?), sind seine Romane sehr gut lesbar, wenngleich ernsthafte ungarische Literaturwissenschaftler sie als stilistisch überholt (d.h. dem 19. Jh. verhaftet, nicht der Ausdrucks- und Schreibweise des 20. Jh. entsprechend, spätromantisch) ansehen und mit der deutschen Heimatliteratur verwandt ansehen. Auch die Person von Wass ist umstritten, so etwa ob und inwieweit er selbst Anhänger der ungarischen Pfeilkreuzler war, der größten nationalsozialistisch inspirierten Gruppierung des Landes. Dessen ungeachtet steht fest, dass Wass 1946 von den rumänischen Behörden wohl zu Unrecht als Kriegsverbrecher verurteilt wurde (ob zu Tode oder nicht, weiss ich nicht). Dieses Urteil galt allerdings eher seiner ethnischen Abstammung (Angehöriger der als gefährlich angesehenen ungarischen Minderheit, die man einschüchter wollte) und seiner sozialen Herkunft (er war ein begüterter Aristokrat, welche Schicht die sich einrichtenden kommunistischen Machthaber eliminieren wollten). Ein weiterer Irrtum des Kommentars ist die Behauptung, wonach die ungarische Minderheit Rumäniens die größte Europas sein: es gibt viel größere russische Minderheiten in Osteuropas und nachzudenken ist darüber ob nicht die muslimischen Gemeinden ist Westeuropa ebenfalls als Minderheiten anzusehen wären. Bánk Bán