Über Zdenka Kaposvári
- Leserprofil
Name: Zdenka Kaposvári
Sprache: Deutsch
Stadt: Budapest
Land: HUN
Bücher: 1
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[ Buchtipp von Zdenka Kaposvári ] Dieses fiktive Reisetagebuch erschien 1973 und sollte ein kleines, heiteres Reisebuch für die DDR-Touristen werden. Es ist aber mehr als das. Fühmann erzählt nicht nur über seine Begegnung mit dem Land und seiner Hauptstadt, über die ungarischen Traditionen und Gewohnheiten, sondern auch über die Auseinandersetzungen mit sich selbst, mit den aktuellen Fragen und Problemen des literarischen Schaffens und brennenden gesellschaftlichen Themen.
Franz Fühmann, der sich unter anderem auch mit deutschen Nachdichtungen und Übetragungen von Füst und József beschäftigte, lernte auch selbst fleißig Ungarisch. Seine Überlegungen über die akustische und optische Fremdartigkeit der ungarischen Sprache und ihre tückischen Seiten sind nicht nur interessant, sondern auch amüsant. Auf eine liebevolle Art und Weise vermitteln seine Reisenotizen unzählige landeskundliche Informationen über Ungarn und seine Bewohner und Beobachtungen aus dem Alltagsleben (Budapester Brücken, Bäder, Blumenläden, Bäckereien, Operettenfolklore, Frauenkult, ungarische Küche und ihre Spezialitäten), die auch für viele Ungarn lehrreich sein könnten.
[ Info ] Fühmann, Franz: Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens.
Reclam,
Leipzig 1980
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Genre: Handbuch
Stichworte: interessant
Stil: lehrreich
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch
[ 13.06.06 - 20:23 ] [ Kommentar von Beat Mazenauer ] Ungeduldig, drängend fragt Fühmann nach "Wahrheit und Würde, Scham und Schuld" und gerät damit immer tiefer in den Sog des Zweifels. So manövriert Fühmann zwischen den Fronten und bleibt sich auf schmerzhafte Weise selbst treu.