Über Kirstin Breitenfellner
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Name: Kirstin Breitenfellner
Sprache: Deutsch
Stadt: Wien
Land: AUT
Bücher: 26
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[ Buchtipp von Kirstin Breitenfellner ] Aus welcher Geisteshaltung entsteht politischer Terrorismus, wie bringt man andere dazu, einem blind zu folgen, einen anderen Menschen umzubringen? Welche Nonchalance braucht es, ein fremdes Leben um einer Idee willen einfach zu „opfern“? Und was hat das mit dem Glauben oder vielmehr dem nicht vorhandenen Glauben, auch Nihilismus genannt, zu tun? Diese Fragen sind der Ausgangspunkt von Fjodor M. Dostojewskis drittem Roman „Böse Geister“ (früher unter dem Titel „Die Dämonen“ bzw. „Die Besessenen“ bekannt), der nun glücklicherweise in der entstaubten Übersetzung von Swetlana Geier vorliegt. Vorbild für dessen unheimlichste Gestalt, Pjotr Werchowenski, war der junge Terrorist Sergej Necaev. Dostojewski wohnte dem Prozess von dessen Gefolgsleuten 1871 bei, während nach Necaev selbst noch im Ausland gefahndet wurde. Die Studie einer pseudoliberalen Eltern- und einer fanatisierten Kindergeneration von vor gut 130 Jahren in der russischen Provinz ist spannend und aktuell wie kaum zuvor. Allerdings handelt es sich hier, das muss man hinzufügen, um einen der am schwersten konsumierbaren Romane Dostojewskis. Sprich: philosophisch hochinteressant, aber literarisch möglicherweise misslungen.
[ Info ] Dostoevski, Feodor Mikhailovich: Böse Geister (Aus dem Russ. von Swetlana Geier).
Fischer,
Frankfurt 2000 (erstmals : 1871)
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Genre: Roman
Stichworte: interessant, beeindruckend
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken, Lehrstück
Sprachen (Buchtipp): Deutsch