Über Walter Grond

Walter Grond

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Name: Walter Grond
Sprache: Deutsch
Stadt: Aggsbach Dorf
Land: AUT

Bücher: 42

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Die Pest

Camus, Albert

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[ Buchtipp von Walter Grond ] Mein Initiationsbuch, das mich ins Reich der Literatur führte. Ich war vierzehn, lebte seit 4 Jahren im Klosterinternat, hörte im Freizeitraum "Child im time" von Deep Purple und las Camus' "Die Pest". Alles um mich herum rückte weit weg, ich hatte endlich gültig vor mir ausgebreitet, was ich immer schon auszudrücken versucht hatte: um mich herum tobte die Pest (bei Camus in der nordafrikanischen Stadt Onan), und es war erhebend und erregend, dieses Leid mit solchen Sätzen zu zelebrieren, im Hintergrund das schwingende tam tam tam der Bassgitarre, life in Tokio gespielt.

[ Info ] Camus, Albert: Die Pest. rororo, Hamburg 1983 (Original 1947) .


Dieses Buch ist ...

Genre: Roman
Stichworte: ungewöhnlich
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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Kommentare Chronologie wechseln

Walter Grond

[ 15.02.08 - 13:25 ] [ Kommentar von Walter Grond ] Eine schöne Vorstellung: ein Buch als Leiter für einen bestimmten Aggregatzustand, der sich dann mit einer bestimmten Musik verbindet. Und: die Geschichte von Musikstücken, die sich im Lauf der Zeit über die verschiedenen Leser eines Buches mit Büchern verbinden.


Thomas Ganzberger

[ 13.02.08 - 22:32 ] [ Kommentar von Thomas Ganzberger ] Auch mein Initiationsbuch. Ich war fünfzehn oder so, in jedem Fall im Gemütszustand des Gymnasiasten, fuhr morgens um 6 zu den Englischen Fräulein und verstand recht schnell eine Literatur, die erzählt und darüber hinaus einen Mehrwert beinhaltet, den man ein wenig pathetisch Geist nennen könnte. Darüber gab es dann diese philosphischen Camus'schen Beiwerke zu lesen, die ich erst später verstand. Im Hintergrund läuft nicht Deep Purple (wir sind in den Neunzigern), sondern Portishead und Belle&Sebastian. Der Satz "And Hilary went to the Catholic church and wanted information, the vicar or whatever took her to one side and gave her confirmation" führt in diesen Langzeiterinnerungen zu dem Oranischen Priester, "Oh, we've got a road to find": das war doch jener Kernsatz des Camus'schen Existentialismus, der schwarze Portisheadbeat ein ernstes Pestbeulchen. Camus, bis heute ein Held, an dem die Postcolonianismstudies nicht wirklich kratzen, und wenn sie auch alle sagen, es sei Gymnasiastenliteratur, den nimmt mir keiner mehr weg.






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