Über Leopold Federmair
- Leserprofil
Name: Leopold Federmair
Sprache: Deutsch
Stadt: Hiroshima
Land: JPN
Bücher: 14
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[ Buchtipp von Leopold Federmair ] Friedrich Hebbel versprach demjenigen, der den Roman seines Erzfeindes Adalbert Stifter bis zum Ende liest, die Krone von Polen. Was immer das bedeuten mag zu einem Zeitpunkt, da das Land Spielball von Großmächten ist und viele Polen, resigniert nach fehlgeschlagenen Aufständen, nach Amerika emigrieren. Sicher ist, daß Hebbel den Nachsommer der Langweile zeihen wollte. Wie Billy Wilder mit seinem Ersten Gebot für die Unterhaltungsbranche ging er stillschweigend davon aus, daß klar sei, was langweilig wirkt und was nicht. Tatsächlich findet aber so mancher Leser den Nachsommer kurzweilig und sogar unterhaltsam. Gewiß, diese Bildungsgeschichte ist von einem ruhigen, kreisenden Rhythmus getragen. Aber wer sich in diesen hineinfindet, wird die Mäander der Erzählungen und Erörterungen, er wird die vorsichtigen, aber bestimmten Annäherungen des jungen Heinrich Drendorf an die zu erkennende Welt und das Wachstum seiner Liebe mit Genuß verfolgen. Der Nachsommer ist eine Utopie, und also solche durchaus nicht rückwärtsgewandt. Genau genommen sind es zwei Geschichten, die einander im Roman kreuzen: die gar nicht so harmonische, im Rückblick erzählte Geschichte des alten Risach; und die seines Schülers Drendorf, der gerade dabei ist, sich eine Zukunft zu schaffen. Die Generationen sollen, lautet eine von Stifters Botschaften, zusammenwirken, um die gemeinsame Geschichte zu verbessern.
[ Info ] Stifter, Adalbert: Der Nachsommer.
dtv,
München 1977
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ISBN: 3-423-12907-7.
Genre: Roman
Stichworte: gründlich, ergreifend
Stil: spannend
Sprachen (Buchtipp): Deutsch