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[ Buchtipp von Adi Blum ] Wir feiern heut das grosse Fest, dass unsre Erde bei dem Zusammenstoss bestehen blieb, sagt der Oberordnungskommissar Meisterlich, und es werden bis zum Ende des Stückes möglichst 101 Kanonenschüsse abgefeuert. So endet das Opernlibretto von Kurt Schwitters, welches er 1927 schrieb, aber erst 1976, fast dreissig Jahre Jahre nach seinem Tod, in Tübingen uraufgeführt wurde. Ein Komet rast auf die Erde zu und droht, sie zu vernichten. Massenmedien, Mode, Presse, Rundfunk und Schlagerindustrie reagieren auf den bevorstehenden Weltuntergang. In den Schaufenstern wird die Weltuntergangsmode präsentiert. Vom Rundfunk wird der Schlager "Onkel Heini" in die Charts gepusht. Noll will Taa lieben, bis die Welt untergeht, und Ordnungskommissar Meisterlich will den Untergang organisieren. Schlussendlich schwebt der Komet aber knapp an der Erde vorbei.
Schwitters setzt im Zusammenstoss verschiedene Medien ein: Sprache, Musik, Tanz, Film. Leblose Dinge beleben sich. Verschiedene Spielflächen werden gleichzeitig beleuchtet. Dadaistische Lautdichtungen stehen neben literarischen Parodien.
Das Stück setzt neue Parameter fürs Schauspiel und ganz allgemein für das künstlerische Zusammenspiel verschiedener Medien und Sparten.
[ Info ] Schwitters, Kurt: "Der Zusammenstoss" in Das literarische Werk Bd. 4.
DuMont,
Köln, 1998
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ISBN: 3-7701-4473-2.
Genre: Theaterstück
Stichworte: innovativ, gewagt, beispielhaft
Stil: exotisch, satirisch
Empfohlen für: Sprachgenuss, Lehrstück
Sprachen (Buchtipp): Deutsch