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[ Buchtipp von Lucas Cejpek ] Die Schönheit des Seriellen wird in der Literatur selten beschworen und noch seltener von der Kritik gepriesen. Dabei zielt die Wiederholung Mitten ins Herz, wie Margret Kreidls zweiteiliges Buch bereits im Titel verspricht. Der erste Teil ist eine Serie von Todesschüssen nach amourösen Verstrickungen vor einem naturnahen Hintergrund. Blühende Alpenrosen. Sie seufzt. Ein Schuss. Rote Wolken am Abendhimmel. Die Zwangsläufigkeit des Geschehens spiegelt sich in den Biographien der Erfolgsautorinnen wider, die Margret Kreidl im zweiten Teil aufs Wesentliche reduziert. Als ihr Mann sie verließ, begann sie Liebesromane zu schreiben. Schicksalsergebenheit ist ein anderes Wort für Selbstaufgabe, und die hat inzwischen die ganze Gesellschaft erfaßt und wird als Kunst genossen. Jubel. Tusch. Ein Schuss. Die Portraits der Heftchenautorinnen unterscheiden sich daher auch nicht von den Selbstdarstellungen unserer Schulbuchliteratur. Die Liste ihrer Auszeichnungen ist lang. Für Margret Kreidl sprechen ihre Bücher, in denen sie die literarischen Formen mischt, um die Sprache zur Entfaltung zu bringen.
[ Info ] Kreidl, Margret: Mitten ins Herz.
Edition Korrespondenzen,
Wien 2005
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Genre:
Stichworte: beeindruckend
Stil: experimentell
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch