Über Wolfgang Straub

Wolfgang Straub

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Name: Wolfgang Straub
Sprache: Deutsch
Stadt: Wien
Land: AUT

Bücher: 14

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Von Buch zu Buch. Fünfzig Jahre Residenz Verlag

Eisenhuber, Günther u. Astrid Graf

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[ Buchtipp von Wolfgang Straub ] „Der Handke, der Bernhard und ich haben einem Schibuchverlag einen Namen gemacht.“ So ein Satz stammt natürlich von H. C. Artmann. Er bekundete damit 1983 seinen Ärger über die Absicht des Verlagsgründers Wolfgang Schaffler, Residenz an den Bundesverlag verkaufen zu wollen, und fasste zugleich pointiert die Verlagsgeschichte zusammen: Der erste Verkaufserfolg war „Wedeln“ 1958; Peter Handke und H. C. Artmann waren am ersten Programm mit „neuer“ österreichischer Literatur 1967 beteiligt und wurden zu Fixsternen, Thomas Bernhard stieß 1969 dazu. Solche Daten und Details kann man der Verlagsgeschichte „Von Buch zu Buch“ entnehmen, die zum 50-jährigen Bestehen des Residenz Verlags 2006 erschienen. Günther Eisenhuber und Astrid Graf ist damit ein unterhaltsames, zugleich fundiertes, gut recherchiertes Buch gelungen – in einem Land, wo Verlagsgeschichten, abgesehen von den Arbeiten des Germanisten Murray Hall, ein Schattendasein führen, keine geringe Leistung.
Schmökert man im Gesamtverzeichnis mit seinen rund 1300 Titeln, wird greifbarer, wie viele zentrale und längst kanonisierte Bücher bei Residenz erschienen sind, und wohl jeder Leser könnte seine persönliche Hitliste zusammenstellen (Richard Obermayrs „Der gefälschte Himmel“!). Die Herausgeber haben denn auch 50 dem Verlag verbundene Leser gebeten, ihr zentrales Residenz-Buch schriftlich zu präsentieren – zwei 16-jährige „einfache“ Leser tun das genauso wie Autoren über beeinflussende Lektüren schreiben, und Matthias Part zeigt, wie sehr man ein Buch (Uwe Dicks „Sauwaldprosa“) wirklich lieben kann.
Auch die reich bebilderten Annalen des Verlags versuchen Eisenhuber und Graf möglichst kurzweilig zu gestalten, und da darf das Anekdotische nicht fehlen: Als zum 20-Jahr-Jubiläum des Verlags 1976 Handke die Festrede hielt, wurde das von Artmann nicht goutiert, er wollte das Wort ergreifen, was Schaffler „nur dadurch verhindern konnte, dass er sich auf seine Hand setzte, um ihn am Stuhl festzuhalten.“ Physischer Einsatz, Debüts als fixer Programmpunkt, selbstverständliche Kontinuität, großer Mitarbeiterstab, ein Landsitz in den Lungauer Bergen: Aus heutiger Sicht ist „Von Buch zu Buch“ auch ein Ausflug in längst vergangene goldene Verlagszeiten. Und ein spannender Ausflug in die Welt der Büchermacher.

[ Info ] Eisenhuber, Günther u. Astrid Graf: Von Buch zu Buch. Fünfzig Jahre Residenz Verlag. Residenz, Salzburg/St. Pölten 2006 . ISBN: 978-3-7017-14.


Dieses Buch ist ...

Genre: Populärwissenschaftliches Sachbuch
Stichworte: gründlich
Stil: gut verständlich
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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