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[ Buchtipp von Heidrun Prass ] Ägypten ist schon seit pharaonischer Zeit berühmt für seine Vielfalt an Heilpflanzen und –kräutern, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Heilpflanzen wachsen nicht nur wild, sondern sie werden auch intensiv in Kulturen angebaut und sogar exportiert. Die Autorin, zweifache Trägerin des Doktortitels für Veterinärmedizin und Profes-sorin für Pharmakologie an der Universität Kairo, hat in ihrem Buch 165 Heil-pflanzen aufgelistet. Sie sind alphabetisch nach ihren lateinischen Namen geordnet und (mit nur ganz wenigen Ausnahmen) auch in hervorragenden Abbildungen dargestellt. Gegeben sind neben dem lateinischen Pflanzennamen der Name der Pflanzen-familie, der deutsche, der nubische und der arabische Name, Standorte, zu verwendende Pflanzenteile, Inhaltsstoffe, Anwendungsgebiete sowie Therapie-anweisungen. Weiter enthält das Buch Hinweise zum Sammeln und Aufbereiten der Pflanzen, eine Übersicht über die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Wirkung, einen thera-peutischen Index, ein Abkürzungsverzeichnis und eine Bibliographie.In einer Zeit, da der Trend immer deutlichert hin zu traditionellen Behandlungs-methoden und zu solchen mit pflanzlichen Mitteln geht (sei es anstelle der oder ergänzend zur Schulmedizin), ist dieses Buch eine wahre Fundgrube. Es ist in höchstem Maße informativ, aber darüber hinaus auch oft äußerst erstaunlich; denn wer hätte gedacht, dass viele Pflanzen, die unbeachtet an den Rändern der Äcker als Unkraut wachsen, wertvolle Heilkräfte besitzen? Und wer hätte gedacht, dass zum Beispiel Dill nicht nur eine Gewürz- sondern auch eine Heilpflanze ist? Dieses Buch könnte man in seiner vorbildlichen Übersichtlichkeit, Klarheit und Verständlichkeit schon fast ein Standardwerk auf dem Gebiet der Pflanzen-heilkunde nennen. Auf jeden Fall ist es ein Muss für jeden Interessierten.
[ Info ] Moursi, Hanifa: Heilpflanzen im Land der Pharaonen.
1992
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ISBN: 077-00-2959-9.
Genre: Wissenschaftliche Abhandlung
Sprachen (Buchtipp): Deutsch
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