Über Christian Eigner / Michaela Ritter

Christian Eigner / Michaela Ritter

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Name: Christian Eigner / Michaela Ritter
Sprache: Deutsch
Stadt: Graz
Land: AUT

Bücher: 9

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Die Sprache und das Unbewußte. Jacques Lacans Grundlegung der Psychoanalyse

Lang, Hermann

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[ Buchtipp von Christian Eigner / Michaela Ritter ] Es ist wohl eines der ersten deutschsprachigen Bücher, das über Jacques Lacan je erschienen ist: Schon 1973 veröffentlichte Hermann Lang „Die Sprache und das Unbewusste“, in dem es, wie der Untertitel sagt, um „Jacques Lacans Grundlegung der Psychoanalyse“ geht.

Besser als in späteren Büchern dieser Art wird darin – neben vielem anderen – deutlich, worin der Bezug Lacans zu Heidegger besteht; wo die Hermeneutik bei Lacan Spuren hinterlässt:

Demnach ist es bei Lacan das Gespräch, das die imaginäre Entfremdung des Narzissmus überschreiten kann; also jenes narzisstische „Vollpflastern“ des Anderen mit (Selbst-)Bildern, die dafür sorgen, dass man im Anderen letztlich nur mehr sich selbst sieht/findet. Und folglich in einem subtilen „Herr-Knecht-Spiel“ den Anderen quasi auslöscht.

Das Gespräch – auch und besonders das psychoanalytische – kann nun über das „Imaginäre“ hinweggehen, weil ein echtes Gespräch nur dann zustande kommt, wenn sich beide auf etwas einlassen, das weit über sie als Einzelpersonen hinausgeht: Nämlich auf das System Sprache in seiner ganzen Komplexität und mit seiner jahrhundertealten Geschichtlichkeit, das uns – in seiner ganzen Breite genutzt – immer auch Dinge sprechen lässt, die nicht bloß unsere Projektionen und Imaginationen sind. Was uns in weiterer Folge dann auch erlaubt, den Anderen in seiner eigenen Geschichtlichkeit, als Person, wahrzunehmen.

Es ist das Symbolische, durch das die Welt hindurchspricht, das uns und andere von uns selbst befreit, weil es uns in vielerlei Hinsicht zu geschichtlichen Wesen macht:

Das ist primär Hermann Lang; das ist aber auch tatsächlich Jacques Lacan und sein Konzept des „Symbolischen“ und „großen Anderen“, das hier eine Re-/Formulierung oder „Übersetzung“ findet. Und das ist natürlich Heidegger/Gadamer, die ohne das Bild der sprachlich verankerten Geschichtlichkeit bzw. der geschichtlichen Sprachlichkeit nicht zu denken sind.

[ Info ] Lang, Hermann: Die Sprache und das Unbewußte. Jacques Lacans Grundlegung der Psychoanalyse. Suhrkamp, Frankfurt a.M., 1998 (1973) . ISBN: 3-518-28226-3.


Dieses Buch ist ...

Genre: Wissenschaftliche Abhandlung
Stichworte: innovativ, gründlich, blitzgescheit, interessant
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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