Über Uwe Schütte
- Leserprofil
Name: Uwe Schütte
Sprache: Deutsch
Stadt: Berlin
Land: DEU
Bücher: 28
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[ Buchtipp von Uwe Schütte ] Christian Linder hat sich aufgemacht in die westfälische Provinz, um dort den Spuren eines angeblichen Ungeheuers nachzuspüren. Dem von Carl Schmitt (1888-1985) - Professor für Öffentliches Recht, Kronjurist Hitlers, antisemitischer Katholik, demokratiefeindlicher Dezisionist. All dies war Schmitt, der Denker des Ausnahmezustands, und zugleich doch nicht. In der Bundesrepublik wurde er, wie sein Freund Ernst Jünger, verteufelt. Linke Visionäre wie Walter Benjamin oder Heiner Müller aber schätzten seine Bücher, in den Kulturwissenschaften erlebt er derzeit eine Renaissance. Aus gutem Grund. Seine Definition des Politischen als Trennung zwischen Freund und Feind ist derzeit weltpolitisch aktueller denn je. Genau wie seine „Theorie des Partisanen“. Dass selbst die mächtigste Armee durch den 'kleinen Krieg' entschlossener Widerstandskämpfer zu Fall gebracht werden kann, lässt sich bei Schmitt nachlesen.
Christian Linders exzellentes Buch „Der Bahnhof von Finnentrop“ ist keine Biografie, keine Werkanalyse, sondern eine abenteuerliche Entdeckungsreise in Schmitts bestechende Denkwelt und seinen verqueren Lebenslauf vom Sauerland über das Berlin Hitlers zurück in die Provinz. Der Großessay ist literarisch erzählt, arrangiert fiktive Gespräche mit authentischen Zitaten aus den Schriften Schmitts, schildert Wanderungen durch die Gegend, die Schmitt als Rückzugsgebiet diente, und wird ergänzt durch eine große Zahl von faszinierenden Fotos und Dokumenten.
[ Info ] Linder, Christian: Der Bahnhof von Finnentrop.
Eine Reise ins Carl Schmitt Land.
(Sprache d. Buchs: deutsch)
Matthes & Seitz,
Berlin, 2008
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ISBN: 9783882217049.
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