Über Michel Mettler

Michel Mettler

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Name: Michel Mettler
Sprache: Deutsch
Stadt: Brugg
Land: CHE

Bücher: 22

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How much, Schatzi?

Artmann, H.C.

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[ Buchtipp von Michel Mettler ] Vollgas durch die Wörterprärie

Frau Milva, Mr. Panther, Alphonse Alphonse, Monsieur G. aus Görpsiswyl, Alfónsur Alfónsson oder Rolph Labonza auf Schloß Leeuwenhoek – allein das Personal dieser kurzen Erzählungen spricht Bände über den vorherrschenden Ton. Man möchte ihn klobig, derb oder polternd nennen, ein Gebums aus der sprachlichen Gulaschkanone ist er alleweil. Mit diesem Buch verließ H.C. Artmann anno 1971 die hohe Minne seines Frühwerks, schwang sich von der Draisine und wechselte über zum wenig zimperlichen Motocross. Mit Verve führt er durchs wilde Kurdistan der Paradiesvögel, ihrer abschüssigen Biografien und arabesken Allüren. Er wühlt sachkundig im Sündenpfuhl – überall dort, wo Kleinstadtganoven und Westentaschenhallodris sich Gutnacht sagen. Die geballte Sprachkraft des Lyrikers entlädt sich in Drastik und Pastiche, er langt mit der schwersten Erzählpranke zu, und was dabei aus der Tiefsee seiner Skurrilitätensammlungen steigt, wimmelt ganz schön säuisch durcheinander. Zehn kurze Erzählungen, artistisch, hochartifiziell und mit dem Schwung des Barbiers, der nach vollbrachtem Pfusch stolz das Frisiermäntelchen vom Opfer reißt: ›Mög’s wohlgefallen, Leserin, Leser, egal ob blauen Blutes oder niederer Geburt, entscheidend ist der Schmiß, mit dem einer in die Harfe greift.‹ Also rein ins Vergnügen, aber bitte mit Karacho!

[ Info ] Artmann, H.C.: How much, Schatzi?. Suhrkamp, Frankfurt Main, 1971 . ISBN: 3-518-06636-6.


Dieses Buch ist ...

Genre: Erzählende Prosa
Stichworte: ungewöhnlich
Stil: satirisch, experimentell
Empfohlen für: Sprachgenuss
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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Kommentare Chronologie wechseln

Felix Epper

[ 25.02.07 - 12:51 ] [ Kommentar von Felix Epper ] Lieber Michel Mettler... Danke für den Tipp! Selten so gelacht wie bei der Titelstory! Und, Artmann sei Dank, komme ich endlich ab von der stalinistischen Direktive der Benns und Konsorten, die uns jahrzehntelang Achtungsstellung befohlen und schwadronierten: "Nur ein gestrichenes (=totes) Adjektiv ist ein gutes Adjektiv".






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