Über Michael Stavaric
- Leserprofil
Name: Michael Stavaric
Sprache: Deutsch
Stadt: Wien
Land: AUT
Bücher: 14
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[ Buchtipp von Michael Stavaric ] Umberto Eco - Das Foucaultsche Pendel
Was wäre, wenn jede noch so absurde Überlegung/Handlung zu allen Zeiten (an allen Orten) unmittelbar und vollkommen plausibel gedacht werden kann? Ein Ding der Unmöglichkeit? Ganz und gar nicht. Eco entwirft mit dem Foucaultschen Pendel nicht einfach nur einen Kriminalroman - er erzählt die Weltgeschichte neu, in dem er ihren gesamten Kontext ändert. Belbo, Casaubon und Diotallevi, drei Verlagslektoren, stoßen auf ein seltsames Dokument aus dem 14. Jahrhundert, bei dem es sich um ein Vermächtnis des 1307 zerschlagenen und 1312 von Papst Klemens V. aufgehobenen Templerordens handeln könnte. Von dieser Überlegung aus konstruieren sie eine "templersche" Weltverschwörung, den "großen Plan", nur so zum Vergnügen. Bis die Lage allmählich außer Kontrolle gerät … Das Foucaultsche Pendel kann als Allegorie einer von einem Fixpunkt im Universum ausgehenden Weltbeherrschung verstanden werden, bei Eco wird sie wahrhaftig: zur Parodie! Ecos Werk ist die ultimative Bibel für Verschwörungstheoretiker - eine raffinierte Anleitung, wie man seiner Paranoia freien Lauf lassen kann.
[ Info ] Eco, Umberto: Das Foucaultsche Pendel.
DTV,
Genre: Roman
Stichworte: meisterhaft
Stil: lehrreich
Empfohlen für: Sprachgenuss, Freundschaftsgeschenk, Reiselektüre, Bettlektüre
Sprachen (Buchtipp): Deutsch
[ 04.03.07 - 17:38 ] [ Kommentar von Iwo Randoja ] Ich musste enorm kämpfen, Ecos Universum zu durchreisen. Es war so eine Lektüre, die ich mir "vornehmen" musste, nicht eine, die sich mir von selbst anbot. Wer's leichter möchte, aber auf Verschwörungstheorien nicht verzichten möchte, dem würde ich Robert Anton Wilson empfehlen. Wahrscheinlich hat er einfach mehr Drogen genommen als Professor Eco.
[ 24.07.06 - 17:32 ] [ Kommentar von Michael Greifeneder ] Ich finde das Buch sehr gut. Leider möchte man am Ende, das es noch weiter geht und mich haben die vielen offenen Fragen gestört. In einem Roman sollte man schon ein erklärendes Ende anbieten.