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Über Sabine E. Dengscherz

Sabine E. Dengscherz

- Leserprofil

Name: Sabine E. Dengscherz
Sprache: Deutsch
Stadt: Wien
Land: AUT

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Gästebuch:
Verwandtschaften: 3


- Mein Selbstporträt

geb. Selzer, * 1973, Studium in Wien (Germanistik, Publizistik, Hungarologie) Arbeitsaufenthalte in Ulan-Ude (Sommersemester 2000) und Budapest (Herbst 2000 bis Sommer 2005), seit Herbst 2005 wieder in Wien; freie Journalistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrbetrieb der ... weiter lesen

- Meine Interessen

Rezensionen und andere Texte für Literaturhaus Wien, Schreibkraft, Pester Lloyd, et cetera, Die Furche u.a. Meine Lieblingsthemen kreisen um Ungarn & Sibirien, Neues Erzählen in der (österreichischen) Literatur sowie Utopien, Fantasy und schräge Perspektiven weiter lesen

- Links

Schreibkraft – Eine Grazer Literaturzeitschrift
http://www.schreibkraft.adm.at

Literaturhaus Wien – Rezensionen zu österreichischer Literatur
http://www.literaturhaus.at

Smoke kills – aber anders als Sie denken! Best of Böse Russische Animationsfilme
http://www.antimult.ru/antimults/antitoons/

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Traum aus Stein und Federn/Birds Without Wings

Bernières, Louis de

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[ Buchtipp von Sabine E. Dengscherz ] Ein Küstenstädtchen in der Nähe von Smyrna, dem heutigen Izmir. Griechen und Türken, Christen und Muslime leben neben- und miteinander in gegenseitiger Akzeptanz. Es ist kein Idyll, aber im Vergleich zu dem, was noch kommen soll, paradiesisch. So lange, bis der Moloch Weltgeschichte den vergessenen Flecken einholt. Und nicht ungeschoren lässt.
Geschichten über Geschichten fügen sich in epischer Breite zusammen zum „Traum aus Stein und Federn“, viel besser klingt der Originaltitel „Birds Without Wings“. Louis de Bernières (bekannt geworden mit „Corellis Mandoline“) hat die Atmosphäre einer versunkenen Welt eingefangen, den Untergang eines kosmopolitischen Mikrouniversums.
Dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs hält der Organismus der Stadt nicht stand. Ebensowenig wie den Deportationen danach. Die Greueltaten auf beiden Seiten sind unaussprechlich und ungezählt. Ungesühnt werden sie nicht bleiben. Und so ist der Auftakt gegeben zum blutigen Kreislauf von Schuld und Sühne, Rache und Trauer, dem „teuflischen Gebräu“ aus dem „dreifachen Bazillus Utopie, Nationalismus und Religion“.
Der Roman ist schön, schrecklich und weise. So klare Denker sind dünn gesät. Und treten gerne leise auf.

[ Info ] Bernières, Louis de: Traum aus Stein und Federn/Birds Without Wings. S. Fischer, Frankfurt/Main 2005 . ISBN: 3-10-007125-5.


Dieses Buch ist ...

Genre: Roman
Stichworte: meisterhaft
Stil: ernsthaft, spannend
Empfehlung: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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