Über Walter Grond
- Leserprofil
Name: Walter Grond
Sprache: Deutsch
Stadt: Aggsbach Dorf
Land: AUT
Bücher: 33
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[ Buchtipp von Walter Grond ] Auch Wolfgang Hildesheimer, der "Nachtgewächs" in den 80er Jahren ins Deutsche übersetzte, kam nicht umhin, die Reihe der Bewunderer von Djuna Barnes aufzuzählen (darunter Faulkner, Pound, Elior, Curtius, Carlos Williams, Thomas) und sich dann staunend die Frage nach den Ursachen einer solchen "unberühmten Berühmtheit" zu stellen, die eines der wichtigsten Bücher der klassischen Moderne schrieb und doch nur wenigen bekannt ist.
Das Generalthema dieses Buches (dass sich mit jedem Wiederlesen in neuen Facetten erschließt), ist die Nacht um uns und in uns (die wir schaffen und der wir ausgeliefert sind), die Frage nach der untergründigen Bedingung unseres Daseins. Kaum ein Buch gibt es, das soviele verschiedene Aspekte des Nächtlichen so sprachgewaltig, vielstimmig und schlicht mitreißend, bewegend, eingefangen hat.
Oder wie es Dorothea Dieckmann die Faszinantion in ihrem schönen Essay benennt: "Wenn er (der Leser) nach zwanzig Seiten merkt, daß er in der Wildnis seiner eigenen Alpträume gelandet ist, einem Dschungel mit exotischen Stimmen und phosphoreszierenden Tieraugen, dann wird es zu spät sein. Er wird den Lockrufen folgen, sich freiwillig tiefer ins Dickicht verstricken und schließlich erwachen als einer, der mehr von Todesschlaf und Liebestraum, Horrortrip und (Selbst)Zerstörungslust versteht als je vorher: denn er hat "Nachtgewächs" gelesen."
[ Info ] Barnes, Djuna: Nachtgewächs.
Suhrkamp,
Frankfurt 1985
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Genre: Roman
Stichworte: innovativ, meisterhaft
Stil: exotisch, experimentell
Empfohlen für: Sprachgenuss, Freundschaftsgeschenk, Bettlektüre
Sprachen (Buchtipp): Deutsch