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[ Buchtipp von Sabina Naef ] "Es ist für mich interessant, zu denken, dass solche für mich interessante Beobachtungen
für andere nicht interessant sein könnten. Dies schrieb die Hofdame Sei Shonagon vor
ungefähr 1000 Jahren in Japan in ihr Kopfkissenbuch, welchem sie ihre heute noch
erfrischenden Improvisationen anvertraute. So listet sie unter Was nahe, doch fern ist auf: Kaltherzige Geschwister. Verwandte. Der Zickzackweg auf den Berg Kurama. Die Zeit zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar, und Was fern, doch nah ist könnte um ihr eigenes Skizzenbuch ergänzt werden. Auch wenn man sich wundern mag, warum gerade Die grossen Säcke, in die man die Harfen steckt unter Was den Eindruck von grosser Hitze vermittelt figurieren; Der geeeignete Zeitpunkt für ein Konzert ist die Nacht, wenn man die Gesichter der Leute nicht sieht dem ist zweifellos immer noch zuzustimmen. Und was die schlagfertige Dame unter anderem glücklich stimmt: Ich freue mich besonders, wenn ich einen hochmütigen Menschen kurz abfertigen kann. Meine Freude ist riesengross, wenn es sich dabei um einen Mann handelt.
[ Info ] Shonagon, Sei: Das Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon.
Manesse,
Zürich 1997
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Genre: Biographie, Erinnerungen
Stichworte: ungewöhnlich, beeindruckend
Stil: lehrreich
Empfohlen für: Reiselektüre, Bettlektüre
Sprachen (Buchtipp): Deutsch