Über Ina Brueckel
- Leserprofil
Name: Ina Brueckel
Sprache: Deutsch
Stadt: Luzern
Land: CHE
Bücher: 5
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[ Buchtipp von Ina Brueckel ] Gestaltet von typoundso, den Feingeistern und Tausendsassas unter den visuellen Gestaltern. Gedruckt von Christian Neidhardt, einem wahren Künstlern seiner Branche. Ein veritabler Brocken, dieses Bilder-Buch des Malers Buchmeier, einer, der beredt und beeindruckend für sich selbst spricht. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Fast 100 Ansichten eines Berges, einer Region, eines Mikrokosmos inmitten der Schweiz. 100 Ansichten lautet der Titel, der sich vor Hokusais 100 bzw. 102 Ansichten des Fuji verbeugt. Ein schöner Titel, nicht nur des Dialogs unter Künstlern wegen, der hier still und unprätentiös geführt wird, sondern um der Schlichtheit willen. Scheinbar wissen alle, was gemeint ist, ob man Hokusais Ansichten des Fujiyama nun kennt oder nicht. Man weiss es� und dann ist doch alles ein bisschen anders, weil das reale Abbild des Berges vielleicht doch nicht gemeint ist, obwohl der Berg ja 100 mal, in 100 erstaunlichen Perspektiven und überraschenden Facetten zu sehen ist. Diese Bilder sind freilich mehr als ein ästhetisch bewunderungswürdiges Arrangement, obwohl sie auch das sind, photografierte Bilder eines grossen Malers, der die Materie genau kennt und, selbst wenn er Bilder von Bergen macht, noch über die Berge hinwegsieht und Dinge erkennt, die womöglich noch nicht sind oder doch mindestens in weiter Ferne liegen. Diese 100 Ansichten des Pilatus sind auch nicht einfach das technisch perfekt ausgeführte Bild-Protokoll einer Region im Hiatus zwischen Tradition und Postmoderne, obwohl sie auch das sind. Diese Bilder sind, was sie sind und sind zugleich mehr. Und das ist möglicherweise das Beste, was sich über Kunst sagen lässt. Diese Bilder wirken nämlich als Bildgenerator, das heisst: mit jedem Bild entstehen weitere Bilder im Kopf des Betrachters, eine � gemessen an der Zahl der Rezipienten � wahrscheinlich bemerkenswerte Multiplikation poetischer Elemente und ein echter Mehrwert. Alle diese Ansichten summieren sich so gesehen am Ende zu einem visuellen Roman über diese Gegend hier, die manchmal so schwer zu erobern ist wie der Berg.
Das Buch imponiert nicht zuletzt auch durch seine Masse: 1,8 kg Buch. Bestes Papier. Gebunden.
[ Info ] Buchmeier, Hansjürg: Pilatus. Ein Berg. Hundert Ansichten.
Brunner,
Kriens 2005
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ISBN: 3-03727-004-7.
Genre: Bildband
Stichworte: ungewöhnlich, beeindruckend
Stil: experimentell
Empfohlen für: Freundschaftsgeschenk
Sprachen (Buchtipp): Deutsch
[ 01.12.05 - 14:14 ] [ Kommentar von Ina Brueckel ] Hansjürg Buchmeier Pilatus. Ein Berg. Hundert Ansichten. Luzern, 2005. ZHB-Signatur: C.a 5064 Visueller Roman mit poetischem Mehrwert 1,8 kg Buch. 100 Ansichten eines Berges. 236 Seiten. Bestes Papier. Gebunden. Fadengeheftet. Glanz. Gestaltet von typoundso, den Feingeistern und Tausendsassas unter den visuellen Gestaltern. Gedruckt von Christian Neidhardt, einem wahren Künstlern seiner Branche. Ein veritabler Brocken, dieses Bilder-Buch des Malers Buchmeier, einer, der beredt und beeindruckend für sich selbst spricht. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Fast. 100 Ansichten eines Berges, einer Region, eines Mikrokosmos inmitten der Schweiz. 100 Ansichten lautet der Titel, der sich vor Hokusais 100 bzw. 102 Ansichten des Fuji verbeugt. Ein schöner Titel, nicht nur des Dialogs unter Künstlern wegen, der hier still und unprätentiös geführt wird, sondern um der Schlichtheit willen. Scheinbar wissen alle, was gemeint ist, ob man Hokusais Ansichten des Fudijamas nun kennt oder nicht. Man weiss es und dann ist doch alles ein bisschen anders, weil das reale Abbild des Berges vielleicht doch nicht gemeint ist, obwohl der Berg ja 100 mal, in 100 erstaunlichen Perspektiven und überraschenden Facetten zu sehen ist. Diese Bilder sind freilich mehr als ein ästhetisch bewunderungswürdiges Arrangement, obwohl sie auch das sind, photografierte Bilder eines grossen Malers, der die Materie genau kennt und, selbst wenn er Bilder von Bergen macht, noch über die Berge hinwegsieht und Dinge erkennt, die womöglich noch nicht sind oder doch mindestens in weiter Ferne liegen. Diese 100 Ansichten des Pilatus sind auch nicht einfach das technisch perfekt ausgeführte Bild-Protokoll einer Region im Hiatus zwischen Tradition und Postmoderne, obwohl sie auch das sind. Diese Bilder sind, was sie sind und sind zugleich mehr. Und das ist möglicherweise das Beste, was sich über Kunst sagen lässt. Diese Bilder wirken nämlich als Bildgenerator, das heisst: mit jedem Bild entstehen weitere Bilder im Kopf des Betrachters, eine gemessen an der Zahl der Rezipienten wahrscheinlich bemerkenswerte Multiplikation poetischer Elemente und ein echter Mehrwert. Alle diese Ansichten summieren sich so gesehen am Ende zu einem visuellen Roman über diese Gegend hier, die manchmal so schwer zu erobern ist wie der Berg.