Über Severin Perrig
- Leserprofil
Name: Severin Perrig
Sprache: Deutsch
Stadt: Luzern
Land: CHE
Bücher: 4
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[ Buchtipp von Severin Perrig ] "Wer weiss", notiert sich der nach Österreich zurückgekehrte Emigrant Günther Anders (1902-1992) in den 1950er Jahren, "was unser Morgen unserem Gestern noch antun wird." Vor dieser Bedrohung ist seine Zustandsdiagnostik des Menschen im technischen Zeitalter zu verstehen. Anders als die Katheder-Fachphilosophie geht er dabei statt von "Sonne und Mond" von "Auschwitz und Hiroshima" aus. Die Wiederholbarkeit des akkumulierten Massenverbrechens und die Apokalypse-Blindheit angesichts des atomaren Selbstzerstörungspotentials prägen unser Post-Weltkriegs-Zeitalter. Doch trotz allem Gerede darüber, die Beunruhigung bleibt "jämmerlich" gering. "Wir sind einfach Analphabeten der Angst." Denn als Konsumenten wie Maschinenbediener sind wir fest eingespannt in die Produktewelt und ihre omnipräsente mediale Aufbereitung. Entsprechend nimmt der Grad der Entfremdung, Verbiederung und Indifferenz rapide zu. Eigenwillig wie präzis führt Günther Anders seinen Empörungsdiskurs gegen diese fatale Destruktion der Humanität. Mögen dabei die Kapazitäten des Menschen angesichts der Technik als noch so restlos "antiquiert" erscheinen, seinem Anschreiben gegen "die mögliche Zukunftslosigkeit" tut dies keinen Abbruch.
[ Info ] Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. 2 Bände.
C.H. Beck,
München 1956 / 1981
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Genre: Wissenschaftliche Abhandlung
Stichworte: innovativ, blitzgescheit, beeindruckend
Stil: ernsthaft
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch