Über Matthias Horx
- Leserprofil
Name: Matthias Horx
Sprache: Deutsch
Stadt: Wien
Land: AUT
Bücher: 7
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[ Buchtipp von Matthias Horx ] Wie kann man in einer von Skandalen und Niedergangs-Sensationen versuchten Öffentlichkeit noch provozieren? Ganz einfach: durch Optimismus. Jeffrey D. Sachs, ein angelsächsischer Ökonom ist der Große Nervbolzen auf jeder Afrika- und Entwicklungshilfekonferenz, das enfant possible einer ermüdeten und zynisch gewordenen Entwicklungspolitik. Es glaubt, dass wir die Armut bekämpfen und besiegen können. Sachs steht dort, wo man stehen muss, wenn man Festgefahrenes bewegen will: Zwischen den Stühlen. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer? Unsinn, sagt Sachs. In Wirklichkeit hat sich in den Wohlstandsstrukturen der Welt in den letzten Jahrzehnten Gewaltiges vollzogen. Seit dem Ende des Kalten Krieges sind die verkrusteten Strukturen aufgebrochen, ist die verwaltete Armut der sozialistischen und proto-sozialistischen Staaten einer riskanten, aber oft erfolgreichen Öffnung gewichen. Selbst in der öffentlichen Wahrnehmung abgeschriebene Staaten wie Bangla Desh haben heute einen eigenständige Wohlstandsdynamik aufzuweisen, die das Land Jahr für Jahr ein wenig mehr aus dem Elend führt. Allein in Indien stieg die Weizenproduktion durch die Grüne Revolution - von 11 Millionen Tonnen 1960 auf 55 Millionen 1990. Große Teile des asiatischen Kontinents befinden sich mitten in einem neuen Wirtschaftswunder, selbst in fast der Hälfte aller afrikanischen Länder hat sich ein verstetigtes Wirtschaftswachstum gebildet. Die Ausgangslage für das, was Sachs zu Recht als das große Menschheitsprojekt dieses Jahrhunderts bezeichnet die Abschaffung des Elends steht also gar nicht so schlecht. Gut, dass das mal jemand schreibt.
(Porträt von Klaus Vyhnalek)
[ Info ] Sachs, Jeffrey D.: Das Ende der Armut.
Siedler-Verlag,
2005
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Genre: Populärwissenschaftliches Sachbuch
Stichworte: ungewöhnlich
Stil: gut verständlich
Empfohlen für: Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch