[ Buchtipp von Literaturhaus Wien ] Christine Vescoli schreibt
Wo die Sätze von Peter Waterhouse reden, erwacht die Poesie; sie verleiht dem, was passiert, einen Ort und eine Umgebung, sie lässt etwas - tatsächlich - zur Sprache und dadurch in Erscheinung kommen: denn es sprechen die Wörter nicht von etwas, vielmehr tun sie; sie beschreiben nicht, sondern sind selbst Ereignis, sie erklären nicht, erzeugen vielmehr erst die Wirklichkeit beschreibender Poesie, die Lesbarkeit sprachlich erscheinender Dinge. Dichtung also, wie Waterhouse sie schafft, geschieht, sie bewirkt die Anwesenheit und den Ort der sich ereignenden Sprache, sie macht, gleich wie sie gemacht wird.
Nun legt der Autor ein Theaterstück mit dem Titel "Von herbstlicher Stille umgeben wird ein Stück gespielt" vor - ein Stück, in welchem die Dichtung bis an die Ränder des Spiels geschrieben ist; es ist ein Poem, das die Wiederholung, den Stillstand und die Verlagerung sprachlicher Gangarten vollzieht und die Figuren aus dem Bedeutungshort des Schauspiels in die pure Sprache holt. Wie alle Poesie, die sich antreibt an der sinnlichen Durchdringung und Berührung der Sprache, wird die imaginäre Bühne bei Waterhouse zur Dramatik zwischen den Wörtern und deren Nachbarschaften.
[Die vollständige Rezension finden Sie im online Buchmagazin der Dokumentationsstelle für neuere österreichische
Literatur]
[ Info ] Waterhouse, Peter: Von herbstlicher Stille umgeben wird ein Stück gespielt.
Engeler,
Weil am Rhein 2003
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ISBN: 3-905591-61-8.