Dialog der Kulturen

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Stadt: Graz, Sarajevo
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DE Dževad Karahasan, 1953 in Duvno/Jugoslawien geboren, Erzähler, Dramatiker und Essayist. Die Belagerung Sarajevos war Thema seines in zehn Sprachen übersetzten «Tagebuch der Aussiedlung» und seiner letzten Romane «Schahrijars Ring» und «Sara und Serafina». Er lebt in ... weiter lesen

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West-östlicher Divan

Goethe, Johann W. von

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[ Buchtipp von Dialog der Kulturen ] Johann W. von Goethe, Hafes

Goethes "West-östlicher Diwan" ist für mich das emblematische Buch unseres Zeitalters. Goethe schrieb es als Replik auf Hafes "Diwan". Es ist mir so teuer, weil dieses Buch gar nichts behauptet. Es will alles einschließen und berücksichtigt, dass jede Aussage von dem spricht, der die Aussage machte. Dieser Aspekt ist mir sehr teuer.

(Johann W. von Goethe: Dichter, Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker, Staatsmann/ 1749 - 1832)

[ Info ] Goethe, Johann W. von: West-östlicher Divan. Insel TB, Frankfurt 1999 . ISBN: 3458317759.


Dieses Buch ist ...

Genre: Lyrik
Stichworte: meisterhaft
Stil: exotisch
Empfohlen für: Freundschaftsgeschenk, Lektüre zum Nachdenken
Sprachen (Buchtipp): Deutsch


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Kommentare Chronologie wechseln

Margit Strobl

[ 02.04.06 - 19:13 ] [ Kommentar von Margit Strobl ] Jeder Christ muss sich dort einmischen, wo ihm eine Sache direkt angeht. Davonzulaufen und kneifen wäre feige –so macht man sich keine Ehre. Die Verbindung von Östlichen und Westlichen Gedanken hört sich ja nett an, aber das liegt im Bestreben jedes Mystikers –nicht zuletzt in der Sache selbst. Also, was ist das Spezifische SEINER Mystik? Ich finde die diwan´schen Gedanken eher „blem-blem-attisch“ für unser Zeitalter.


Margit Strobl

[ 28.03.06 - 13:49 ] [ Kommentar von Margit Strobl ] Alles einschließen zu wollen ist Giftmischerei und Heuchelei. Es gibt Einstellungen, die sich gegenseitig ausschließen, das zu leugnen ist "Dummsinn". Nach ihrer Logik, Herr Karahasan, ist jeder Krimi-Autor ein potentieller Mörder. Am besten gleich überwachen lassen, was? Und Herr Mazenauer, könnten sie den Begriff Dummkopf präzisieren? Ich denke, es gibt zu viele Idioten und zu wenige Narren (=Menschen, die in extremer Weise lieben und verehren, also Rückgrad haben und ihr Fähnchen nicht nach jedem Wind hängen.) Und Herr Grond: Relativismus ist etwas, was es nicht gibt. Alles auf einer grundsätzlich gleichwertigen Ebene diskutieren zu wollen, weil es DIE Wahrheit ja nicht gibt, ist eine totalitäre Sicht, also nicht relativistisch.


Beat Mazenauer

[ 27.03.06 - 15:55 ] [ Kommentar von Beat Mazenauer ] Apropos Idiot: man sollte dabei die Wurzel des Wortes mitbedenken: das griechische "idiotes" bezeichnet den Privatmann / Laien (im Gegensatz zum Fachmann); das zugehörige Adjektiv "idios" steht für "eigen(tümlich)" - woraus sich insgesamt für "Idiot" auch folgende Bedeutung ergibt: ein eigensinniger Mensch, der nicht alles zu wissen vorgibt. Es gibt heute wohl zu wenig Idioten - und zu viele Dummköpfe.


Walter Grond

[ 27.03.06 - 15:22 ] [ Kommentar von Walter Grond ] Im Collegium Helveticum an der ETHH Zürich, erzählt man, fand vor einigen Jahren eine Tagung zum "science war" statt, von Helga Nowotny und Yehuda Elkana organisiert. Ein exakter und politisch korrekter Wissenschafter warnte vor den Gefahren des Relativismus und nannte als warnendes Beispiel einen berühmten Soziologen, der Relativist und kürzlich als Nazisympathisant enttarnt worden war.   Er sei ein Auschwitzüberlebender, antwortete daraufhin Yehuda Elkana, und sei auch ein Relativist.   Nach dem 11.September trat derselbe Elkana, erzählt man, in Paris vor seine muslimischen Studenten und versuchte den verwirrten Geistern zu erklären, was kürzlich in New York "wirklich geschehen sei". Am Ende tröstete er seine Studenten:"Es ist kompliziert und schrecklich, was geschehen ist, aber ich versichere Ihnen, Sie müssen das Problem nicht lösen".


Margit Strobl

[ 27.03.06 - 13:40 ] [ Kommentar von Margit Strobl ] Wenn jemand stets selbstbezüglich über Werke spricht, unter Auslassung von Erkenntnissen, die andere vor ihm gemacht haben, nennt man ihn dann nicht: Idiot?






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Über Johann W. von Goethe

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