[ Buchtipp von Literaturhaus Wien ] Sabine Dengscherz schreibt
Manche Dinge würden gar nicht auffallen, wären sie nicht auffällig präsentiert. So wie man in einem Tresor etwas vermutet, das es zu entwenden lohnt. Oder in einem Fläschchen 4711 etwas Besonderes - vorausgesetzt es wird hinter einer Sicherheitstüre in Szene gesetzt und von einer Giftschlange bewacht: Chengs dritter Fall entpuppt sich als alchimistische Spurensuche. Heinrich Steinfest hat in "Ein dickes Fell" wieder einmal ein komplexes Beziehungsnetz gewoben, diesmal spinnt es Fäden bis in Diplomatenkreise, und bis in die verstaubten Winkel der Archive. Reich und Schön, Größenwahn und Metaphysik lustwandeln in der Albertina und treten sich dabei gegenseitig auf die Zehen. Und der norwegische Botschafter samt seiner Frau ist auch mit von der Partie. Bis er die Bühne vorzeitig verlässt. Kopfschuss. Und mitten drin Gott Smolek, die Spinne, die Verbindungsfäden schafft, ihres Zeichens unauffälliger Beamter, ein echter Wiener, der nicht untergehen will.
[Die vollständige Rezension finden Sie im online Buchmagazin der
Dokumentationsstelle für neuere österreichische
Literatur im Literaturhaus]
[ Info ] Steinfest, Heinrich: Ein dickes Fell.
Piper Verlag,
München, Zürich 2006
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ISBN: 3-492-27117-0.
[ 22.04.07 - 18:10 ] [ Kommentar von Iwo Randoja ] Steinfest gehört für mich zu den angenehmen, weil schrägen, Krimiautoren. Er nimmt nichts ernster als den nächsten Satz und hat keine Angst davor, weitab vom Mainstream zu agieren. man erkennt ihn, ganz einfach ein Typ. Gut so.