[ Buchtipp von Literaturhaus Wien ] Georg Renöckl schreibt
Als blutroter Faden führt der gerade beginnende und bald schon nicht
enden wollende Irakkrieg durch ein kunstvoll erdachtes Labyrinth von
tagebuchartigen Notizen, Lektüreberichten, Reportagen, Glossen, kurzen
Essays und Aphorismen, dessen Bauplan anstelle von Sackgassen
Verbindungstunnel vorsieht, die sich überraschend und an unerwarteten
Stellen auftun. Diese können von Montesquieu über Big Brother,
Vandalismus und Jörg Haider direkt zur Ekel-Show führen, und von dort
über die einst allgegenwärtige Kaiserloge wieder zurück zu Montesquieu
und dessen Erkenntnis, dass "jeder, der Macht hat, ihrem Mißbrauch
geneigt ist: er geht so weit, bis er auf Schranken stößt."
[Die vollständige Rezension finden Sie im online Buchmagazin der
Dokumentationsstelle für neuere österreichische
Literatur im Literaturhaus]
[ Info ] Gauß, Karl-Markus: Zu früh, zu spät. Zwei Jahre..
Zsolnay Verlag,
Wien 2007
.
ISBN: 978-3-552-053.