[ Buchtipp von Literaturhaus Wien ] Martina Wunderer schreibt:
Ein wunderbares Buch. Ein großer Roman, im wahrsten Sinne des Wortes, der Lyotards postmoderne These vom Ende der Grand Narratives Lügen straft. Der Österreicher Michael Köhlmeier stellt sich der Herausforderung, das Panorama einer ganzen Epoche zu entwerfen. Es gelingt ihm mit seinem neuen Roman ein mutiger, ein kühner Wurf: es ist der Versuch, im Rahmen einer literarischen Schöpfung das ganze Abendland, wie der Titel etwas großspurig lautet, ein ganzes Jahrhundert mit all seinen Irrungen und Wirrungen in Sprache zu bannen.
Vielfältig die Ereignisse - der Weltkrieg, der Nürnberger Prozess, der Deutsche Herbst, die Entwicklung der Atombombe, der kalte Krieg, vielfältig die Schauplätze - Wien, New York, Lissabon, Moskau, die Vereinigten Staaten von Amerika, Afrika, Hiroshima und Nagasaki - geschickt jongliert Köhlmeier mit Namen und Daten, wirbelt Mutmaßungen und historische Fakten durcheinander, ohne je die Zügel aus der Hand zu geben.
[Die vollständige Rezension finden Sie im online Buchmagazin der
Dokumentationsstelle für neuere österreichische
Literatur im Literaturhaus]
[ Info ] Köhlmeier, Michael: Abendland .
(Sprache d. Buchs: Deutsch)
Hanser Verlag,
2007
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ISBN: 978-3-446-20913-8.