[ Buchtipp von Literaturhaus Wien ] Martina Schmitz schreibt
Vom Glück, zu bleiben, wo man sich nicht aufhält...
Dichterin wollte sie nie werden, lieber warte sie auf das Tagesende, da
komme auch mehr heraus, die Nacht zum Beispiel. Schreibt Ilse Aichinger
in "Unglaubwürdige Reisen", ihrem jüngsten Buch mit kurzen Geschichten,
die zwischen 2001 und 2004 entstanden sind. Im Auftrag der Wiener
Tageszeitung Der Standard, für die die 1921 geborene, zur legendären
Gruppe 47 zählende, vielfach ausgezeichnete Autorin nach Jahrzehnten
fast völligen Schweigens in den Neunziger Jahren wieder zu schreiben
begann. "Herausgekommen" sind brillante Prosaminiaturen von höchster
epischer Prägnanz und formvollendet reduzierter poetischer Präzision.
Wehmütig lakonische Wortkunstwerke, wie sie nur einer Dichterin
gelingen, die nie eine zu werden brauchte, weil sie längst eine war.
[Die vollständige Rezension finden Sie im online Buchmagazin der Dokumentationsstelle für neuere österreichische
Literatur]
[ Info ] Aichinger, Ilse: Unglaubwürdige Reisen.
S. Fischer,
Frankfurt / M. 2005
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ISBN: 3-10-000527-9.