[ Buchtipp von Literaturhaus Wien ] Iris Denneler schreibt
Elfriede Jelinek - sie bleibt die große Manipulatorin: eine Sprachzerstörerin, Wüterin gegen Innerlichkeit, gegen trivialisierte Mythen von Natur, Heimat, Seele, Frau. Jelinek, eine Dichterin gegen das Dichten, eine Dramatikerin gegen das Theater. Und das Erstaunliche: all die Widersprüche, sie scheinen zu funktionieren.
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Weil Jelineks "Ich-möchte-kein-Theater-Theater" so verstörend beharrlich und so berserkerhaft ungerecht ist, ist sie nicht nur eine der letzten, kämpferischen Moralistinnen, eine todernste Aufklärerin in Zeiten der Spaßkultur, eine Heimatdichterin wider Willen ("Lust" beginnt mit der Nennung ihres Heimatortes: "In Mürzzuschlag/Stmk. ist das berühmteste Schimuseum der Welt"), sie läßt auch nicht im Glauben nach, Texte könnten Wirklichkeit verändern. Hinter grellen Farben und grauen Schablonen, hinter Bitternis und Unerbittlichkeit, mit der die Autorin gegen den Schmerz anpöbelt, verbirgt sich der Wunsch nach einer funktionsfähigen littérature engagée.
[Die vollständige Rezension finden Sie im online Buchmagazin der Dokumentationsstelle für neuere österreichische
Literatur]
[ Info ] Jelinek, Elfriede: In den Alpen. Drei Dramen.
Berlin Verlag,
Berlin 2002
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ISBN: 3-8270-0457-8.