Letzte Neuigkeiten
[ 09.11.10 ] Zeit Punkt Lesen begibt sich auf die Suche nach der Lieblingslektüre der NiederösterreicherInnen und möchte wissen, was Ihr Lieblingsbuch zum Lieblingsbuch macht? Die schönste ... weiter lesen
[ 12.05.10 ] An den diesjährigen Solothurner Literaturtagen (14. - 16. Mai 2010) ist auch von readme.cc die Rede. Unter der Überschrift NetzKritik: Literaturkritik im Internet werden Fragen zu einem ... weiter lesen
[ 31.12.09 ] Jeweils zum Jahresbeginn findet eine grosse kulturelle Umverteilung statt, dann nämlich, wenn per 1. Januar die kommerziellen Schutzrechte der Enkel an den kreativen Werken ihrer Ahnen ... weiter lesen
[ 17.12.09 ] Gute Nachrichten für alle Onleiher und Digitalleser. Es ist wie Weihnachten, nur vorgezogen auf Mitte oder sogar Anfang Dezember: Die Gutscheine gibt's jetzt, die Geschenke irgendwann später. ... weiter lesen
[ 10.12.09 ] Wenn alles Neue des Teufels ist, dann muss technischer Fortschritt mindestens ein SS-Trupp sein. Eine einfache Rechnung, aus dem Einmaleins des Kulturpessimismus in Sekundenbruchteilen abzuleiten ... weiter lesen
[ 03.12.09 ] Das "Medium der Woche" kommt aktuell aus dem ZYX Music Verlag: "Mit 'Jazzy Christmas' können Sie klassische Weihnachtslieder in ihrer Jazz-Variante genießen." So ist es im ... weiter lesen
[ 26.11.09 ] Erst kämpft man noch durch schweren Seegang auf den Weltmeeren - und plötzlich schippert man nur durch ruhiges Binnengewässer. So geht es aktuell den europäischen AutorInnenverbänden. Denn ... weiter lesen
[ 19.11.09 ] Ab sofort gibt es Readme.cc nicht mehr ausschließlich im Netz und auf Computermonitoren, sondern auch auf Papier gedruckt, von rechts nach links zu lesen. Möglich gemacht wird diese Neuerung ... weiter lesen
[ 12.11.09 ] Rund 500 Verlage nahmen an der Buch Wien 08 teil, einer Buchmesse, die im November 2008 zum ersten Mal stattfand und den Anspruch erhebt, Wien zu einer Drehscheibe des Buchmarktes zwischen Ost ... weiter lesen
[ 05.11.09 ] Die hebräische Übersetzung der Gedichtsammlung "Jughrafiya Badila" ("Alternative Geografie", 2006) der ägyptischen Lyrikerin Iman Mersal wurde in Kairo zu einem ... weiter lesen
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E-Book-Reader-Shopping-Tour
[ 29.10.2009 ]
Dass die Kontroversen um den Ehrengast China auf der Frankfurter Buchmesse alles andere überstrahlt hätten, stimmt. Zumindest auf den ersten oberflächlichen Blick. Tatsächlich häuften sich gerade zur Buchmessenzeit natürlich auch die Nachrichten über ein hassgeliebtes Dauerthema der Literaturwelt: über E-Books.
Speziell die neuen elektronischen Lesegeräte scheinen diesen Herbst wie Pilze aus dem Boden zu schießen. Einige wurden direkt im Umfeld der Frankfurter Messe lanciert, einige weitere ziehen nun gerade noch rechtzeitig nach. Schließlich steht das Weihnachtsgeschäft schon wieder vor der Tür.
Amazons Kindle, eigentlich der Platzhirsch auf dem globalen E-Buch-Markt, in hiesigen Gefilden aber lange Zeit nur so etwas wie ein Gerücht, ist ab sofort auch in Europa erhältlich. Auf dem Umweg über die US-Amazon Seite allerdings. Deutlich kürzere Wege gibt es da beim Reader der Berliner Firma txtr, der auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wurde. Mit seinem schlichten Design sieht er ein wenig wie ein verschlankter Kindle aus, unterscheidet sich inhaltlich aber ums Ganze, einerseits durch sein offenes Konzept ohne proprietäre Dateiformate (vor allem EPUB) und die Möglichkeit für Entwickler, auf das Betriebssystem des Geräts zuzugreifen. "txtr glaubt nicht an das Ende des Buches, sondern an eine Welt der erweiterten Möglichkeiten des Lesens", heißt es in der Pressemeldung. Die Auslieferung der ersten Geräte rechtzeitig zum Oh-Tannenbaum-Termin wird hoch und heilig versprochen.
Der US-Buchriese Barnes & Noble präsentierte derweil sein Nook, das vor allem mit einem farbigen Touch-Screen Aufsehen erregt, aber auch durch gewitzte Details wie etwa die Möglichkeit, ein E-Buch trotz DRM kostenlos an Freunde zu verleihen (das Kleingedruckte dazu: nur einmal, für maximal zwei Wochen, nur bei bestimmten Titeln möglich). Und über Sonys Touch Edition oder den QUE von Plastic Logic haben wir dann noch gar nicht gesprochen.
"E-Buch oder kein E-Buch?", ist nun nicht mehr die einzige Frage, sondern vor allem: "Welches?" Klar ist, dass ohne direkte Netzanbindung zu einem E-Buchladen und schickes Design sowieso nichts mehr geht. Aber da greifen viele vorerst wohl einfach noch auf das Smart-Phone in ihrer Tasche zurück und kaufen lieber noch einen praktischen kleinen Gimmick in Apples App-Store, bevor sie auf große E-Book-Reader-Shopping-Tour gehen.